Freunde,

ich weiß, ihr seht schon lange nicht mehr fern, weil der Schwachsinn, diese Dünnsäure, diese früher ganz subtile, inzwischen aber längst ganz unverholene Gehirnwäsche, die schwarz-rot-gelbe Indoktrination, einfach unerträglich und hochgradig GehirnKrebs erzeugend ist.

Dasselbe gilt ja auch für die Lügen-Presse, ich weiß.

Hab mich selbst schon 10 oder 12 Jahre in völliger Abstinenz geübt. Aber nun passt mal auf. Diese Einstellung ist Schnee von gestern. Hab ja einen neuen Laptop, und wie das so ist, nach dem Hochfahren zeigt er mir, vermutlich der gute Onkel Google, eine Palette von aktuellen Meldungen an, sozusagen als Angebot, falls ich nichts besseres vorhabe, da mal reinzuschauen. Anfangs fand ich das nur widerwärtig und ärgerlich und bin sehr schnell weiter geeilt, dahin, wohin ich wollte: Mailbox, oder Klonovsky oder Eigentümlich Frei, zum Beispiel.

Aber, immer öfter, in letzter Zeit, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, den vulgären Schlagzeilen nachzugehen. Und siehe da, ich habe es bis heute nicht bereut.

Warum, zeige ich hier an einem Beispiel :

„Vier Monate nach seiner Ernennung zum Bundesgesundheitsminister konstatiert Karl Lauterbach, dass die Regierungsarbeit noch fordernder ist als gedacht.

„Die Aufgabe ist viel härter, als ich mir das vorgestellt hatte“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Köln bei einem Besuch seines Stammcafés.

„Zeitlich, aber auch was die Komplexität der Anforderungen angeht. Ich arbeite von morgens früh bis spät in die Nacht hinein, und dennoch würde ich mir wünschen, dass der Tag mehr Stunden hat. Es ist eine Belastung, wie ich sie mir in dem Umfang nicht vorgestellt habe.“

Seit seiner Vereidigung zum Minister im vergangenen Dezember lebt Lauterbach überwiegend in Berlin. In seine Heimatstadt Köln kommt er nur noch selten. Auch die Tischtennisspiele mit seinem Freund Günter Wallraff haben mittlerweile Seltenheitswert, wenngleich sie immer noch stattfinden.“

Man stelle sich einmal vor, ich hätte diesen Klick nicht getan. Was mir alles entgangen wäre:

Die Leistung dieses Mannes. Seine Belastung. Die Anforderungen. Die Härte dieses Jobs. Und dann noch dieses: Dass er kaum noch in seine Heimatstadt (Köln) kommt, um dort mit seinem Freund Günter Wallraff, dieser linksten aller linken Socken, Tischtennis zu spielen. Mein Gott Walter ! Bzw. Günter. Oder Karl. Ich muss gestehen, ich bin tief bewegt. War ich doch diesem Günter, vor 40 oder ich weiß nicht wieviel Jahren, geistig-seelisch und vor allem moralisch voll und ganz verbunden. Hab das schmale Büchlein: GANZ UNTEN, inhaliert mit Haut und Haar. Linke Socke, die ich selbst noch damals war. Vielleicht ist es doch schon 50 Jahre her. Das tät mich freuen, weil dann könnt ich mich noch mit folgendem Spruch von Schmach und  Schande befreien:

Wer in jungen Jahren kein Kommunist war, hat kein Herz. Wer es aber im Alter immer noch ist, hat kein Hirn. 

Da hab ich also nochmal Glück gehabt.

I(n) E(wigkeit) A(.)

Antonio B.

Bild: pixabay LeFox Tischtennis Spielen Sport