Allzu Persönliches im Kontrafunk: Zwei Bildungsphilister mit Liebe zum geräumigen Magen

15.07.2026|1 Kommentar

Ein Gastbeitrag von Marianne Maier.Inzwischen bekommen immer eingefleischtere Gestalten des bundesrepublikanischen Kulturbetriebes als Establishment-Kippfiguren den Roten Teppich von Alternativmedien ausgelegt und werden dort als "Persona non grata" hofiert, obwohl diese sich noch immer eifrig an den vom Staat an die Zivilgesellschaft "demokratiefördernd" weitergereichten Pfründen erquicken, maximal zwischen den Stühlen zweier qua Brandmauer getrennter Lager stehen und durch deren hartnäckiges Bröckeln nun zunehmend in eine ökonomische Prognoseentscheidung dahingehend gedrängt werden, wo mehr Mammon und Reputation zukünftig abzugreifen ist. Bezeichnend ist hierfür das kürzlich ausgestrahlte Gespräch mit Rüdiger Safranski in dem einst als Reaktion auf die verschärfte Medienkonformierung im Zuge des Corona-Maßnahmen-Regimes entstandenen Kontrafunk, das nur Anlass ist für eine grundlegende philosophische Reflektion über den Zustand des bundesdeutschen Kulturbetriebs, der seit etlichen Jahrzehnten mit seiner liberalen Magensäure alle heterogenen Elemente des deutschen Geistes zersetzt oder alternativ in die Giftschränke der Geistesgeschichte einsperrt, wo sie nur von qualifizierten Sonderbeauftragten für Vergangenheitsbewältigung in brd-ianischer Hohepriestergewandung unter Denkaufsicht in zerkleinerten und entkontextualisierten Häppchen nach einer sorgfältigen Gefährdungsprüfung und bewussten Inhaltsentstellung entnommen werden dürfen, um zur Antifragilisierung des bestehenden Systems verzweckt zu werden.
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