am 1. April war hier ganz schön was los. Wo war ich da bloß?

Jetzt haben wir den 5. April, sogar schon früher Abend. Dank Zeitumstellung um 20 Uhr noch ein wenig hell. Mein Bauch strahlt radioaktiv vor sich hin. Ein Huhn von Lidl, für 6 oder 7 Euro, knusprig braun gebraten, mit grünen gebutterten Bohnen und Fenchel, Zwiebeln, Knoblauch, Tomate und eine gebackene süße Birne ist jetzt mittendrin, schwimmend in einer unbeschreiblichen Soße, bei der ein feinherber Riesling, aus der Pfalz, Jahrgang 2020, die spirituelle Rolle übernimmt.

Natürlich hat nur ein Viertel des Hahnes in meinem Magen Platz gefunden, das zweite Viertel liegt jetzt auf dem Balkon gut gekühlt für morgen. Die zweite Hälfte hab ich meiner liebsten Nachbarin spendiert, und ihrem Freund, einem ziemlich blinden, aber sonst sehr sympathischen Mann.

Hab zuvor gefragt, ob sie Tiere essen oder lieber nicht. Beide haben ja gerne gesagt. Vor allem, wenn sie knusprig gebraten sind.

Warum ich das erzähl? Die Grünen wollen ja, dass alles teurer wird. Damit wir nicht soviel fressen tun. Denn viel essen sei nicht gesund. Und Tiere essen sei besonders schlecht. Drum werden bald die Lebensmittelgeschäfte gezwungen, per Dekret, tierische Lebensmittel so teuer zu machen, dass sich das nur noch grüne Besserverdiener leisten können. Das sagen sie so natürlich nicht.

Mein Sohn kauft nur Bio-Hühner. Die kosten dann zwei bis dreimal soviel. Er kann sich das leisten. Ich nicht. Wenn meine Billig-Hühner dann verboten sind, geh ich an einen Teich, und angle Fische. Jedenfalls werde ich mir nicht den Spaß an den Tieren verbieten lassen. Great Reset hin oder her.

Herr Schwab mag ja ein schlaues Kerlchen sein. So schlau wie ich ist er nicht. Und ich werd ihn überleben. Das verspreche ich. Ehrensache !

Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Antonio B.

Bild: Antonio B.