Diese Frage hatte ich in meinem letzten Artikel bereits gegen Ende gestellt (link). Ich wage eine Annäherung an diese Frage.

Gehen wir ganz sachlich ran und nehmen sie Wort für Wort auseinander:

  1. Deutschland – was ist das?
  2. was – was wurde gewählt?
  3. hast Du – wer wählt?
  4. Dir – der Wähler als Wahlmasse
  5. da zusammengewählt – die Koalitionsfrage

zu 1.:

Wer oder was ist dieses Deutschland. Auf jeden Fall nicht mehr das, was es einmal war! Mir als normalem Staatsbürger, der treu seine Standespflicht zu erfüllen versucht, steht kein Urteil über das historische Erbe zu. Das überlasse ich denen, die davon etwas verstehen. Das wäre mal ein Thema für einen ausführlichen Artikel im Feuilleton.

Beschränken wir uns auf die Betrachtung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Der verlorene Krieg alleine war es nicht, der den Deutschen zum größten Duckmäuser der Welt gemacht hat. Da gehören schon auch die Umstände dazu, in welcher Weise der Krieg geführt und dann am Ende mit der ganzen Welt als Gegner verloren wurde.

Noch vor der sexuellen Revolution und der spätestens dann einsetzenden moralischen Verkommenheit des Westens (wir berichteten) kann man Adenauer seinerzeit keinen Vorwurf machen, sich dem Westen zugeneigt zu haben. Dies zeigte aber über die nächsten Jahrzehnte seine Folgen, die wir heute nicht zu bestaunen, sondern zu beklagen haben.

Nicht als Randbemerkung, sondern als weiteren zentralen Bestandteil des Niedergangs des Deutschseins sind auch die Vorgänge rund um das Zweite Vatikanische Konzil zu betrachten. Mit dessen Auswirkungen – bis heute anhaltend – werden die Kirchen leer gefegt und die Praxen der Psychotherapeuten gefüllt. Dies gilt natürlich für den Katholizismus weltweit – aber für den deutschen im Besonderen. Ein gesunder abendländischer Geist ist ohne ein festes Stehen im Glauben unmöglich. Ein jedes Volk beruft sich auf seine Geschichte, und diese ist hierzulande ohne den christlichen Glauben nicht denkbar.

Dies ist der Bruch mit der Geschichte

So wie man die Gräber unserer Großväter, die im Krieg geblieben sind, von eigener deutscher Hand mit Graffiti besprüht und schändet, missachtet und somit das Erbe der eigenen Familie beschmutzt und wegwirft – so tut man Gleiches beim Überbordwerfen der eigenen Tradition und des Glaubens seiner Väter. Schande auf Dich, Deutschland.

Von allen daseinsstützenden, sinnvollen Gerüsten befreit lebt es sich gänzlich ungeniert – mit den sichtbaren Folgen. Durch den eigenhändigen Massenmord am deutschen Volk aufgrund einer unreflektierten Abtreibungspraxis fehlen uns bei ca. 1000 Abtreibungen pro Tag (link zum Verein Durchblick e.V. der dies seit Jahren unermüdlich kritisiert) pro Jahrzehnt 3 Millionen Staatsbürger eigenen Volksblutes. So sieht sich Deutschland, dessen Selbstverständnis seit langem ausschließlich aus der wirtschaftlichen Prosperität besteht, gezwungen, mit dem Hinzuziehen von ausländischen Fachkräften, diese Prosperität nicht in Gefahr zu bringen. Daraus entstanden zunächst erste Minderheiten (Gastarbeiter), die es zu schützen galt. Und dann noch eine Minderheit und noch eine und noch eine…

Dies gipfelte dann alles im Unsinn der Gender- und LGBTQ-Bewegungen.

Kardinal Müller dazu (link):

Der LGBT-Ideologie ist es gelungen, aus einer verfolgten eine verfolgende Minderheit zu machen.

Habeck hatte mal formuliert, dass er für Patriotismus nichts übrig habe und er Vaterlandsliebe stets zum Kotzen findet. Ich gestehe, dass ich dieses, von den links-grünen Machenschaften geformte, Deutschland auch zum Kotzen finde!

zu 2.:

Wir reden hier über den Bundestag. Die Debatte, ob dieser zu klein, zu groß, zu schön, zu hässlich, zu was weiß ich ist, finde ich lächerlich. Das zeigt wieder die verlogene Ablenkung von zentralen Inhalten mit Symbolpolitik (wir berichteten). Wer glaubt ernsthaft, dass der Parlamentsbetrieb durch eine Verkleinerung auf die angedachten 598 Abgeordneten wieder billiger wird?

Vielmehr müsste mal an die Oberfläche gebracht werden, dass Politik nicht in dieser Schwatzbude, sondern in der Lobby gemacht wird. Über das merkwürdige Demokratieverständnis der dort handelnden Akteure werden wir an anderer Stelle berichten. Stichpunkte: Parlamentspräsidentenposten und Finanzierung parteinaher Stiftungen.

Und wer dort länger als 2 Jahre auf einem Abgeordnetenstuhl sitzt und nicht selbst einen anständigen Hauptberuf hat, muss ja wohl ein Taugenichts sein. Wenn Du gut bist, wirst Du spätestens nach 2 Jahren von der Industrie abgeworben.

zu 3.:

Wer ist das angesprochene Du? Na der Wähler natürlich. Hierzu nur eine kleine Beobachtung der letzten Tage. Am 3. April fiel die Maskenpflicht. Am Montag (4.4.) kamen schon morgens – lange vor Ladenöffnung – im Radio Meldungen, dass gut 85% der Kunden weiterhin mit Masken einkaufen würden.

Wer hat da wieder Einfluss genommen?

Und es hat gewirkt. Ein Bekannter, der die Maske nicht mag, aber nie kämpferisch war, trägt sie nun beim Einkaufen brav weiter – aber nicht zum Gesundheitsschutz, sondern aus Angst vor einem Spießrutenlauf. Also ein klassischer Mitläufer.

Was hat er gewählt? – na klar, die SPD. Ich gönne jeder Partei die Stimmen, die ihnen aus Überzeugung und Tatkraft gegeben werden – das muss man aushalten. Aber diese Mitläufer verzerren das Wahlergebnis in aus meiner Sicht undemokratischer und nicht regelkonformer Weise.

Somit bildet die Stimmengewichtung der Parteien im Bundestag nicht Volkes Willen ab, da mindestens die Hälfte des wählenden Volkes keinen gebildeten politischen Willen hat. Wie mit den Nichtwählern zu verfahren ist, interessiert mich nicht. Sie haben das System nicht verstanden, lavieren sich irgendwie durch und sind am deutschen Wesen nicht interessiert – auffallend oft beruflich tatkräftige Leute mit narzisstischer Ausprägung.

Sollte ich einmal hinter einem Wahlkampfstand stehen, wird es von mir für die Damen keine Rosen geben. Stimmen, die damit „gekauft“ werden, sind wertlos, da keine Überzeugung dahinter steht. Einer Dame soll man zu jeder Gelegenheit Blumen schenken, aber nicht im Wahlkampf – das ist primitiv.

zu 4.:

Der Wähler als Wahlmasse betrachtet den von ihm selbst angerichteten Scherbenhaufen. Da stehen wir also nun am Abend des 26.09.2021 (link) und das Bier will nicht schmecken. Bier schmeckt mir immer – da muss also etwas gewaltig schief gelaufen sein.

Auf eines kann man sich ja in Deutschland 100%ig verlassen: auf die Dummheit des deutschen Wählers. Er bemerkt immer noch nicht, dass er von der herrschenden Klasse auf die Schlachtbank geführt wird und wählt seinen Schlächter mit beeindruckender Wahlbeteiligung – also mit größter Begeisterung – wieder. Was muss noch alles geschehen, dass dem Deutschen bewusst wird, dass er von der Politik betrogen, ausgeraubt und vorsätzlich körperverletzt wird. Alles Straftatbestände mit nicht geringem Strafmaß.

Mein Vater pflegt zu sagen:

Wenn ein Politiker das Maul aufmacht, lügt er, und wenn er es zugemacht hat, hat er gelogen.

Leider ist das alemannische meiner Familie nur schwer lautmalerisch darzustellen – es klingt wesentlich besser, als es sich liest.

Die Politik muss wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Es muss wieder Politik für das deutsche Volk gemacht werden. Wir brauchen keine Politik, die das deutsche Volk verhöhnt und mit Macht ausrottet.

zu 5.:

Diese Koalition wird nicht durchhalten. Da bin ich mir sicher. Ich glaube, Lindner hätte die seinerzeit verworfene Koalition besser durchhalten können als die vorliegende. Und es komme mir niemand damit, dass die offensichtliche Arbeitsunfähigkeit der Koalition nur am ach so überraschend aufgekommenen Krieg läge und alles auf den Kopf gestellt hätte. Der kluge Mann ist für alle Fälle gerüstet.

Wer aber inhaltlich so meilenweit auseinandersteht wie die Grünen und die FDP, wird sich soweit verbiegen müssen, dass gefundene Kompromisse nur Unsinn sein können.

Ohne Verantwortlichkeiten aufstellen zu wollen, ist eine Beobachtung aber doch recht auffällig: kaum sind die Grünen am Ruder, ist wieder Krieg. Und dann wollen sie mit weiteren Waffenlieferungen den Krieg auch noch anheizen. Ich bin auf den nächsten Parteitag der Grünen gespannt. Ich denke, ich werde mich als Pressevertreter akkreditieren lassen.

mb

Bild von FelixMittermeier auf Pixabay