Leichtathletik-WM: Ist der Misserfolg symptomatisch für unser System?

30.08.2023|

Von Dario Herzog

Wer den Spruch “Flink wie Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl” von sich gibt, muss ein Nazi sein. Aber auch wer behauptet, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist steckt, wird heute schräg angeschaut – zumindest von der woken Gesellschaft und den linksliberalen Medien sowie den Herrscharen an linkslastigen Lehrkräften, Erziehern etc. Dabei stammt der ursprünglich lateinische Spruch “mens sana in corpore sano” vom römischen Dichter Juvenal. Und der Leitsatz hat sich rund 2.000 Jahre bewährt, bis jetzt. Denn Leistung zählt offenbar nicht mehr, oder?

Null Medaillen für die BRD-Sportelite
Zur Erinnerung: Im Jahr 1983 holte Deutschland bei der Leichtathletik-WM 30 Medaillen. 40 Jahre später ganze null Medaillen. Woran mag es gelegen haben? Etwa, weil die Leichtathletik-WM in diesem Jahr in Budapest stattfand? Und sich die Sportler nicht auf den Sport konzentrieren konnten, da überall das autoritäre System Orban zu spüren war? Naja, ganz so leicht darf es sich unsere Sport-Elite nicht machen. Aber ihre Misserfolge sind sympotmatisch für das herrschende Gesellschaftsbild.

Flops beim Herren-Fußball, beim Damen-Fußball, und nun auch bei der Leichtathletik?
Oft heißt es, das olympische Prinzip reiche völlig aus. Mitgemacht zu haben, dabeigewesen zu sein, soll völlig in Ordnung sein. Wer schon einmal an Bundesjugendspielen teilgenommen hat, weiß, dass das eine glatte Lüge ist. Wer gewonnen hat, wer Leistung gezeigt hat, wer besser war, ist derjenige, der am Ende die Medaille bekommt. Der Rest hat eben nicht gewonnen. Leistung zahlt(e) sich aus. Es gab neben einer Auszeichnung, einer Ehren- oder Siegerurkunde Lob, verbunden damit war aber vor allem das Ansehen. Und das dürfte Schülern wichtiger sein, als eine Urkunde, die später in einem Schrank oder einer Schublade verschwindet. Aber das war mal, denn in Zukunft sollen bei den Bundesjugendspielen nur noch Wettbewerbe statt Wettkämpfe ausgetragen werden (wir berichteten). Leistungsorientiert war früher. Nun ja, das soll erst im kommenden Jahr eingeführt werden und die Entscheidung darüber dürfte nicht zu den schlechten Leistungen von Budapest geführt haben, aber angesichts des schlechten Abschneidens bei der Leichtathletik-WM wird klar: Die Abschaffung der Leistungsmessung bei den Bundesjugendspielen ist falsch. Die Kultusminister der Länder sollten den bisherigen Modus der Bundesjugendspiele beibehalten, denn unsere Sportler müssen mehr auf Leistung getrimmt werden.

Ein Land nicht nur im sportlichen Niedergang
Wir erinnern uns: Bereits im Jahr 2012 war es bei den olympischen Spielen besonders wichtig, wen man als Freund hat. Nadja D. hatte kein Glück bei der Partnerwahl. Denn obwohl im freisten Staate auf deutschem Boden eigentlich keine Sippenhaft gilt, wurde die Ruderin gedrängt, nicht an den olympischen Spielen teilzunehmen, da ihr Freund (und nicht sie selbst) zeitweise Mitglied einer nationalen Partei war. Der Fall beschäftigte die veröffentlichte Meinung und selbst Kabinettssitzungen in ihrem Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern wurden deswegen einberufen. Und natürlich musste auch der notorische Verfassungsschutz seinen Senf dazugeben. Ob sie gut im Sport war, spielte keine Rolle. Die politische Hygiene war wichtiger. Eine solches Leitbild zieht sich bis heute hin zu den peinlichen Regenbogenfahnen-Armbinden der deutschen Fußballmannschaft. Die Bilder von Fußballern, die zu einem Gruppenbild gezwungen worden sein sollen, und sich den Mund zuhalten, um gegen das angeblich so schlimme Menschenbild der Katarer zu demonstrieren, schließt sich dem woken und explizit antirechten Auftreten so mancher Fußball- und Sportvereine und -Verbände an. Haltungssportler sind nach Haltungsjournalisten die nächste Sorte von “Einflüsterern” von politischer Haltung – unabhängig von ihrem tatsächlichen Können.

Zurück zur Leistung!
“Schuster bleib bei Deinen Leisten” heißt es so trefflich im deutschen Volksmund. Und das trifft auch auf unsere Sportler zu. Man will sportliche Leistungen sehen und nicht ständig mit aller Gewalt politisierte Botschaften präsentiert bekommen. Und ausschließlich Leistung führt zu Auszeichnungen. Medienpromi und RTL-Journalist Nikolaus Blome bringt es auf den Punkt:

Ein Land, das für die Jugend Schneeflocken-Weitpusten statt Bundesjugendspiele veranstaltet und Fußball spielen lässt, ohne die Tore zu zählen, sollte sich nicht wundern, wenn es bei einer WM früh rausfliegt oder ganz ohne Medaillen bleibt.

Viele Leser dürften sich noch an die goldenen Zeiten des deutschen Sports erinnern, als es bei den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM eine Selbstverständlichkeit war, bei fast allen Arten und Disziplinen zu den Favoriten zu gehören oder wenigstens eine Medaille zu gewinnen? Das Versagen muss ein Ende haben! Aber wie gelingt das? Weg mit der Politik beim Sport, dafür mehr Leistung und Förderung der Kampfeswilligen. Das Konzept der deutschen Sportförderung gehört reformiert, Politikakteure von ihren Posten gejagt. Wokness hat im Sport nichts zu suchen! Und man muss unsere Sport-Elite gezielter fördern. Sportler werden anderorts extrem unterstützt, um im Wettkampf der Nationen ihr Land zu vertreten und um zu siegen. Sie werden als Helden verehrt und auch so behandelt. Stolz und Patriotismus zahlen sich aus. In der BRD sind Leistung und Patriotismus verpönt. Das muss sich ändern, sofort!

Beitragsbild / Symbolbild: kovop/ Shutterstock.com

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