Der Gedanke drängt sich vielleicht nicht sofort auf. Ich versuche eine Annäherung.

Thema Revisionismus

Was wollen die Grünen? Auf gar keinen Fall revisionistisch sein. Wirklich? Ich sage nur: Zurück zur Natur. Ok – der ging in die Hose – war aber nicht schlecht?

Zweiter Versuch:

Seit Ihrer Gründung wollen die Grünen alles abschaffen, was die Industrialisierung hervorgebracht hat. Sei es energiefressende Industrieproduktion, das Auto als Ganzes, die Fliegerei. Ebenso die konventionelle Landwirtschaft und Dinge, die im Menschen natürlicherseits angelegt sind. Der Konsum von Fleisch und am Besten sowieso gleich jeden Konsum. Dass sie dabei eine nicht zu übersehende Doppelmoral an den Tag legen, zeigen Untersuchungen, dass ihre Parteigänger vergleichsweise am meisten fliegen – aber das nur am Rande.

Im Grunde drehen sich die meisten Themen am Ende immer um den zentralen Mittelpunkt Energieversorgung. Was haben wir alles an Energiequellen:

– Atomstrom: von den Grünen gekippt (ja von Merkel, aber angetrieben von den Grünen). Ausgerechnet die Union und die FDP klammern sich jetzt an den winzigen Strohhalm, der lezten drei laufenden Meiler. Grüne: No!

– Kohle: von den Grünen gekippt (ja von Merkel, aber angetrieben von den Grünen). Nun will Habeck doch wieder auf Kohle setzen. Zickzackkurs und Planlosigkeit.

– Öl: von den Grünen gehasst und unter ihrer Regierung massiv verteuert und die Versorgung von wichtigen Lieferanten gekappt (ja von Scholz, aber angetrieben von den Grünen – ich schreibe es jetzt nicht mehr)

– Gas: von den Grünen als Übergangstechnik geduldet, aber im Grunde auch gehasst

– Wasser: Sie werden es nicht glauben, aber auch hier legen die Naturschützer neuerdings die Hand an (Video – unfassbar)

– Wind: das Thema langweilt mich mittlerweile

– Sonne: siehe oben

Die beiden letzten Energiequellen, wie auch die Grünen, überzeugen vor allem durch eines: Unzuverlässigkeit.

Und wenn es noch eines Beweises der von den Grünen willentlich betriebenen Energieverknappung bedarf, dann diese aktuelle Meldung. Durch die Gaspipeline Nord Stream 1 fließt momentan 40% der möglichen, bestellten und auch zugesagten Menge Gases. Angeblich wegen eines technischen Defektes, der durch ein Bauteil der Siemens AG verursacht wurde. Dieses Ersatzteil zu liefern verbieten aber die gerade geltenden Sanktionen gegen Russland. Was macht Habeck: statt das Ersatzteil zum Wohle des deutschen Volkes zu liefern, pocht er auf Energiesparen. Sollte sich dann herausstellen, dass es gar keinen Defekt gab und Putin nur pokert, sähe sich Habeck wenigstens nicht dem Vorwurf ausgesetzt, aktiv gegen sein Volk zu handeln.

Es gibt dann noch ein paar nette energetische Zukunftsvisionen, deren Weiterentwicklung zur wirksamen Einsatzreife man aber jahrzehntelang verpennt hat, wie den Fusionsreaktor, zentrale Sonnenkollektoren in der Sahara mit angeschlossener Wasserstoffproduktion, Gezeitenkraftwerke und Geothermie.

Besserwissertum

Zu allem gesellt sich eine moralische Überhöhung, die sie als Schild immer vor sich hertragen. Das widert den normal denkenden Menschen ja nur noch an. Und das Besserwissertum. Ein Grüner weiß es kraft seines Parteibuches grundsätzlich besser. Seit drei Jahrzehnten gesteht die veröffentlichte Meinung und der dumme deutsche Michel den Grünen dieses Privileg zu. Wieso? Ich bitte um Erklärungsversuche in der Kommentarspalte. Und selbst, wenn sie bermerken, dass sie sich geirrt habe , sitzen sie weiterhin fest im Sattel. Siehe Habeck heute morgen.

Als es hieß, dass das Benzin nun mit 10% Bioethanol und der Diesel mit 7% Biodiesel „angereichert“ wird (ist schon ein paar Jahre her), waren sich alle altmodischen Landwirte im Dorf einig: Man schüttet doch Nahrungsmittel nicht in den Tank. Hat keinen gejuckt – wurde durchgezogen. Und jetzt, wo die Getreidelieferungen aus der Ukraine in Gefahr zu geraten drohen, will man wieder zurückrudern. Umweltschutz? Jetzt nicht mehr so wichtig.

Aber ich will auf etwas anderes hinaus.

Grüne Kriegstreiber – am Ende wegen der Umwelt?

Der Krieg spielt den Grünen gerade massiv in die Hände. Deshalb betreiben sie ihn ja auch mit allen Kräften. Und dies nicht nur faktisch, sondern auch psychisch.

Faktisch

Kaum noch Gas und so gut wie kein Öl mehr aus Russland. Herrlich. Da kann man wunderbar an der Preisschraube drehen. Ich würde gern mal das Kartellamt darauf ansetzen, nach Einflussnahmen aus den Reihen der Grünen auf die Mineralölkonzerne zu fahnden. Bezüglich Absprachen innerhalb der Branche hat dieses ja nichts gefunden (wir berichteten).

Auf diese Weise kann man dem Deutschen das Autofahren, das Fliegen und letztendlich auch Warenlieferungen (die mit dem LKW kommen – diese Branche leidet gerade massiv) madig machen. Ebenso das Heizen. Ist vielleicht in diesen Tagen nicht das Hauptthema, aber die Behaglichkeit hat im nächsten Winter hinter anderen, den grünen, Themen zurückzustehen.

Ich lese und höre immer etwas von einer Energiewende. Ich sehe aber nur das Abstellen von zuverlässigen Energiequellen. Eine Wende sieht für mich anders aus. Und das sich mit Sonne und Wind keine Energiewende organisieren lässt, wissen selbst die Grünen – können aber jetzt nicht mehr ohne Gesichtsverlust zurück.

So sind die Grünen froh, dass es den Krieg gibt. Dieser verschleiert ihre dysfunktionalen Energiepläne und lässt sie beim Preis und der schon immer angestrebten Versorgungsverknappung hemmungslos zuschlagen.

Psychisch

Mit Angst lässt es sich wunderbar regieren (wir berichteten). Und man kann endlich mit gutem Grund aufs Energiesparen pochen. Und wenn sich der Deutsche nicht brav verhält, bekommt er eben von Habeck eins drübergezogen (link).

Man bemerkt es ja auch bei sich selbst. Ich fahre häufig gegen 6:00 Uhr von Freiburg nach Rheinfelden. Wie jetzt im Hochsommer sah man alle Jahre auf Höhe Heitersheim nahezu täglich Heißluftballons aufsteigen. Die fahren ja, wie ich mir habe sagen lassen, immer gern frühmorgens, aus thermischen Gründen. Ich hatte mich dann so gegen Ende Mai gefragt, ob sie heuer wieder aufsteigen – bei der aktuellen Gasthematik?

Aller Gaspreistreiberei zum Trotz habe ich neulich einen einzelnen erspäht. Hat sich doch noch einer getraut!

Putin ein Grüner?

Und so betreibt Putin aktiv das Geschäft der Grünen und hilft ihnen dabei, ihre Agenda im Galopp abzuarbeiten. Ist er am Ende ein Grüner?

Und noch besser: nachdem wir neulich festgestellt haben, dass Melnyk unter gewissen Gesichtspunkten das Geschäft von Putin betreibt, und hier nun feststellen, dass Putin das Geschäft der Grünen betreibt, bin ich gespannt, wie wir die Kette weiter verlängern können…

 

mb

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