Am 12. Mai 1941 stellt der Berliner Erfinder Konrad Zuse die von ihm in Zusammenarbeit mit Helmut Schreyer gebaute Rechenmaschine Z3 vor – den ersten voll funktionsfähigen programmgesteuerten Rechner. Die Z3 wurde in elektromagnetischer Relaistechnik mit 600 Relais für das Rechenwerk und 1.400 Relais für das Speicherwerk ausgeführt. Die Z3 verwendete wie auch bereits die Z1 die von Konrad Zuse in die Rechnertechnik eingeführte binäre Gleitkommaarithmetik.

Die Z3 ist eine getaktete Maschine. Die Taktung wird von einem Elektromotor übernommen, der eine Taktwalze antreibt. Diese ist eine Trommel, die sich ca. 5,3 Mal pro Sekunde dreht und während einer Drehung die Steuerung der einzelnen Relaisgruppen übernimmt. Die Drehgeschwindigkeit der Trommel entspricht dabei dem Verarbeitungstakt moderner Hauptprozessoren, womit bei diesem Rechner eine Geschwindigkeit von 5,3 Hz gegeben ist. Der Arbeitsspeicher der Z3 umfaßt 176 Byte (64 Worte mit 22 Bit). Die Maschinensprache der Z3 umfaßte neun Befehle.

Die originale Z3-Rechenmaschine wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe auf Berlin 1944 zerstört. Für Zuse war das ein tragischer Moment, da er keinen Beweis mehr hatte, daß es wirklich eine funktionsfähige Z3 gegeben hatte. Ein funktionsfähiger Nachbau, der 1962 von der Zuse KG zu Ausstellungszwecken angefertigt wurde, befindet sich im Deutschen Museum in München.

Nachbau der Zuse Z3 im Deutschen Museum in München
Bild: Nachbau der Zuse Z3 im Deutschen Museum in München.
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