Politik hat Interessen zu vertreten. Und zwar die Interessen des Souveräns, von dem sie beauftragt wurde.

Dass dann, wenn alle Interessen hinreichend berücksichtigt wurden und alle zufrieden gestellt sind, darüber hinaus auch altruistisch gehandelt werden kann, ist eine schöne Sache, gehört aber nicht zur originären Aufgabe von Politik.

Als Familienvater müssen zuerst die Interessen der eigenen Familie vertreten werden. Wenn dann noch Zeit und Geld übrig bleibt, kann man mit seinen Kumpels auch mal ein Bier trinken gehen. Aber eben erst dann.

Wenn ich von vornherein Geld von den Haushaltseinnahmen abziehe, um immer etwas für die Männerabende übrig zu haben, schränke ich die Vertretung der Familieninteressen von vornherein ein. Zunächst unmerklich – danach immer stärker.

die Zeichen erkennen

Aber genau so handelt die deutsche Politik seit mindestens 16 ½ Jahren. Die, die erste Zeichen wahrnehmen und warnen, werden dann als Verschwörungstheoretiker abgetan. Sie tun sich auch meist selbst keinen Gefallen, indem sie mit allen möglichen Theorien und in meist unangemessenen Ton auftreten. Dies macht ihre Verortung in der Verschwörungstheoretikerecke für die „normalen“ Mitläufer natürlich leicht.

Wie wohltuend war es dann 2013, als eine Partei auf den Plan trat, die diese Klaviatur zwar bespielte, aber erstmals den richtigen Ton traf. Dass sich dann aufrechte, ihre Standespflicht erfüllende, Männer und Frauen in Scharen dazugesellten, sorgte für anfänglich beeindruckende Wahlergebnisse. Und da aufrechte Ansichten nun mal nicht links der Mitte zu verorten sind, gesellten sich nach und nach auch die ganz rechten Gestalten hinzu. Dies ist auch ein Effekt der desaströsen Vorstellung der Parteien, bei denen sie sich bis dahin wohlfühlten (REP, NPD).

Interessenvertretung

Dies sollte aber nicht davon ablenken, dass die AfD mittlerweile die einzige Partei in Deutschland ist, die das Interesse des Deutschen Volkes im Blick hat. Und nicht die Interessen anderer Nationen, Verbände und Minderheiten. So wäre es sicher korrekter, wenn der Verfassungsschutz die Altparteien und deren Vertreter unter Beobachtung stellt. Deren Umtriebe, die alle eine Vernichtung des deutschen Volkes zum Ziel haben, sind klar verfassungsfeindlich.

Vertreten die Sanktionen die Interessen des deutschen Volkes?

Zum Beispiel die Sanktionen gegen Russland. Wer in Erdkunde seinerzeit ein bisschen aufgepasst hat weiß, dass Russland das größte Flächenland der Erde mit einer relativ dünnen Besiedelung ist. Russland kann alles, was es zum Überleben einer Nation braucht, von eigenem Boden schöpfen. Auch für einen angemessenen Wohlstand braucht Russland nicht ein einziges Gramm an Importen. Dass es mit diesen Importen für Russland stellenweise gemütlicher war, steht auf einem anderen Blatt. Aber aus der Not heraus wird der Mensch erfinderisch. Und so könnte Russland auch alle Hochtechnologien mit Sicherheit selbst hervorbringen. Oder einsehen, dass es für den Moment auch mal ohne hochtrabende Prestigeprojekte geht.

Russland amüsiert sich köstlich

So schaut Russland gemütlich zu, wie die Sanktionen wirken. Dass sie wirken, wird von den im Westen dafür Verantwortlichen ja stündlich gebetsmühlenartig wiederholt. Und sie wirken tatsächlich. Aber eben nicht gegen Russland. Wie auch? Die haben alles selbst. Und die Yacht kann auch mal für ein paar Monate im Hafen liegen bleiben. Der Russe ist Entbehrungen gewohnt. An Grundsätzlichem und Überlebensnotwendigem mangelt es ihm aber nicht.

Nein, die Sanktionen wirken nur gegen die, die sie verhängt haben.

An vorderster Stelle gegen das deutsche Volk. Darin gleichen die Sanktionen den Subventionen. Es sind Wettbewerbsverzerrungen, die so gut wie nie den angestrebten Zweck erreichen aber grundsätzlich immer Nebenwirkungen hervorbringen, die man a) ganz leicht prognostizieren und auch quantifizieren kann und b) niemals positive Nebeneffekte mitbringen. Win-Win-Situationen gibt es im Leben so gut wie nie. Und wenn, dann gibt es einen Dritten, der doppelt verliert.

Dreimal dürfen Sie raten, wer seit Jahrzehnten der Verlierer der multilateralen Politik Deutschlands ist.

Ich verrate es ihnen

Die Interessen des deutschen Volkes. Und nur der Dümmste wählt seinen Schlächter selbst.

Der Landesverband der AfD Baden-Württemberg hat am Wochenende seinen Vorstand neu gewählt. Nach ersten zähen Wahlgängen am Samstag den Posten der Spitze betreffend, wurde am Sonnatg für die restlichen Ämter doch noch eine gute Lösung gefunden. Zumindest im Ländle müsste damit die Talsohle durchschritten sein. Und so besteht Hoffnung, dass es wieder eine vernehmbarere Stimme gibt, die die Interessen des deutschen Volkes vertritt.

 

mb

Beitragsbild von Christian Wiediger auf unsplash