Sind sich die Zeitgenossen der Tragweite ihres Tuns bewusst?

Es kommt nicht selten vor, dass in „modern gestalteten Eucharistiefeiern“ die Gläubigen in Reih und Glied zum Altar marschieren (eine Kommunionbank gibt es ja meist nur mehr dort, wo das Denkmalamt auf der Erhaltung derselben bestanden hat), die hl. Hostie vom Priester in die Hand gelegt bekommen, dann zu einem liturgischen „Diener“ (meistens einem Laien) gehen und die Hostie in den Kelch, d.h. das Blut Christi, eintauchen. Manchmal werden überschüssige Tropfen abgeschüttelt, die dann auf den Boden fallen… Die Motive für dieses Handeln sollen hier nicht erörtert werden, es stellt sich jedoch die Frage, ob den so Handelnden die Tragweite ihres Tuns überhaupt bewusst ist?

Eine neue Studie, die fünf eucharistische Wunder näher beleuchtet*,

zeigt in erschütternder Weise auf, dass wir eben NICHT nur ein Stückchen „heiliges Brot“ empfangen, sondern an einem Geschehen von ungeahnten, nicht fassbaren Dimensionen teilhaben.

Bei diesen fünf eucharistischen Wundern, (das Wunder von Lanciano, 8. Jahrhundert, und vier in jüngster Zeit stattgefundene Ereignisse, Buenos Aires, 1992-1994-1996, Tixtla, Kolumbien, 2006, Sokolka, Polen, 2008, Legnica, Polen, 2013) verwandelte sich die hl. Hostie in lebendes Herzmuskelgewebe!! So konnte man z.B. Leukozyten eines Lebenden feststellen, die sich normalerweise kurze Zeit nach dem Todeseintritt auflösen müssten, aber in den eucharistischen Wundern erhalten blieben. Beim Wunder in Tixtla schien sich der Blutklumpen rhythmisch zu bewegen und sich zusammenzuziehen wie bei einem lebenden Herzen. Außerdem konnte ein Makrophage**, der gerade lipidisches Material verschlingt, ausgemacht werden. Die Lymphozyten waren sehr stark erhöht, was wiederum auf starken Stress, traumatischen Schock und starken Blutverlust schließen lässt.

Alle eucharistischen Wunder zeigen einen Herzinfarkt an.

Der Gerichtsmediziner Frederick Zugibe*** hat beim Wunder von Buenos Aires ein Lungenödem und einen Hämoperikard diagnostiziert, der durch eine Thrombose infolge der Verstopfung von Koronargefäßen ausgelöst worden sein könnte. Außerdem zeigen alle Gewebe einen intensiven Stress knapp VOR dem Herztod (vergleichbar den Opfern von Flugzeugkatastrophen, Autounfällen, Foltern mit starken und schnell aufeinanderfolgenden Krämpfen, so dass sie das entzündete Muskelgewebe zerreißen können).

Diese Diagnose stimmt übrigens mit der von Luigi Malantrucco**** diagnostizierten Todesursache des Mannes des Grabtuchs überein: eine Perikardtamponnade infolge starker physischer Erschöpfung und erhöhtem hohem psychischen Stress. Diese Diagnose ist die einzige, die auch den ungeheuren Stress der Todesagonie Christi am Ölberg mit einbezieht, unter der Jesus ja am meisten gelitten hat, wie er es verschiedenen Mystikern (Sr. Faustina, Sr. Marthe Chambon, Sr. Marguerite Marie u.a.) mitgeteilt hat. Die Perikardtamponnade, das Zerreißen der Herzwand mit anschließendem Blutaustritt in den Herzbeutel (Perikard) löst meist einen gellenden Schrei aus, der bei den Synoptikern vermerkt ist. Bei dieser Todesart koaguliert das Blut übrigens nicht, sondern zersetzt sich bald in Blut und Serum, was wiederum Johannes als Augenzeuge festhält.

Es war kein Erstickungstod: Jesus war bis zum Ende bei vollstem Bewusstsein.

Genau diese Diagnose wurde auch von Pietro Pescetelli*****, einem italienischen Kardiologen beim internationalen Sindonologenkongress in Pasco 2017 erstellt, der somit die weit verbreitete Hypothese eines Erstickungstodes bei Jesus ad absurdum führt. Nach den Evangelienberichten und der modernen Wissenschaft zufolge, war Jesus bis zum Ende bei vollstem Bewusstsein!

Männliches Blut der Blutgruppe AB

Bei allen eucharistischen Wundern bzw. den Reliquien der Passion wie dem Grabtuch von Turin, dem Schweißtuch von Oviedo und der Tunika von Argenteuil wurde die Blutgruppe AB festgestellt. Es handelt sich bei allen untersuchten Proben eindeutig um rein menschliches, männliches Blut.

Was aber die Wissenschaftler bis heute verblüfft, ist der Umstand, dass man bis Dato KEINE DNA feststellen konnte. Vielleicht bringt die Zukunft hier neue Erkenntnisse – aber so viel steht fest, dass alle eucharistischen Wunder unumstößlich auf die Realpräsenz des Leibes und Blutes und das unblutige, sich bei jeder hl. Messe vergegenwärtigende  Opfer Christi am Kreuz hinweisen.

Das Opfer Christi in der Heiligen Messe

Bei der hl. Messe NICHT vom „Opfermahl“ Christi zu sprechen, kommt daher einem Affront gegen den real gegenwärtigen Herrn gleich, der sein Blut zur Sühne und Vergebung unserer Sünden vergießt.

Wie würde man aber nun dem Herrn begegnen, wenn man ihn mit leiblichen Augen sehen könnte? Doch wohl nur so, wie es alle Personen des Neuen Testamentes getan haben, die Jesu Gottheit erkannt haben: sie haben sich vor ihm demütig niedergeworfen und ihn angebetet.

So hat es auch der hl. Engel in FATIMA 1916 die kleinen Hirtenkinder gelehrt. Es wäre sicherlich empfehlenswert, das Gebet des Engels von Fatima bei der hl. Wandlung innerlich zu wiederholen. Und  jeder, der den Herrn in der hl. Kommunion empfangen möchte, sollte sich ebenfalls anbetend niederwerfen, d.h. kniend den Herrn mit dem Munde empfangen! Wie viele Sakrilegien könnten dadurch vermieden werden!

Der Priester handelt als alter Christi, anderer Christus, in persona Christi.

Angesichts der medizinischen Untersuchungen aller mit Christi Blut getränkten Gegenstände, die unwiderlegbar rein menschliches, männliches Blut erkennen lassen, bekommen auch die Wandlungsworte „Dies ist mein Leib, … dies ist mein Blut“ einen unmissverständlichen Sinn:

Da der Priester diese Worte in der hl. Messe als „alter Christus“, d.h. in persona Christi spricht und Jesus beim Letzten Abendmahl AUSSCHLIEßLICH seine zwölf Apostel, also Männer, zu Priestern geweiht hat, so ist es UNMÖGLICH, dass eine Frau diese Wandlungsworte spricht. Denn welche Frau hätte außer der Muttergottes sagen können „das ist mein Blut“?  Sie wäre die einzige gewesen, die diese Worte hätte aussprechen kennen, doch Jesus hat SIE gerade NICHT zu seiner Priesterin geweiht. Warum? Wohl deswegen, da sie (und die Frau schlechthin) eine ANDERE AUFGABE im Heilswerk der Erlösung hat. Aber das näher zu erörtern, würde über den Rahmen dieser Überlegungen hinausgehen.

Selbst wenn eine Frau sich erdreistete und in einer sogenannten „Messe“ die Wandlungsworte als Priesterin ausspräche, würde das nichts bewirken, außer dass sie selbst und die Umstehenden ein Sakrileg, eine ungeheure Blasphemie begingen…

Das unfassbare Geheimnis der Erlösung

Die Kenntnis dieser erschütternden eucharistischen Wunder sowie der Passionsreliquien ist uns daher nicht zur Befriedigung einer ungesunden, neugierigen Sensationslust gegeben, sondern um uns die elementare Glaubenswahrheit der Realpräsenz Christi im eucharistischen Opfer wieder ins Gedächtnis zur rufen. Durch die Betrachtung dieser fassbaren Gegenstände möge der Suchende wie der Glaubende mehr und mehr in das unfassbare Geheimnis der Erlösung geführt werden und somit zur einer vertieften Gottesbeziehung gelangen.

 

*Serafini, Franco: Un cardiologo visita Gesù I miracoli eucaristici alla prova della scienza, Bologna 2018, ESD.

** Eine Makrophage ist eine Fresszelle, ein weißes Blutkörperchen, ein Leukozyt, d.h. eine Zelle des Immunsystems.

*** Serafini, Franco, S. 56 ff.

**** Wally, Gertrud: Er sah und glaubte. Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Oviedo – zwei Reliquien für das dritte Jahrtausend , … Aachen 2010, Bernardus-Verlag.

***** Pescetelli Pietro: Hypothesis on the physical causes of Jesus’s death, Shroud conference, Pasco 2017.

 

Ein Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung der Monatszeitschrift “Der 13.” vom 13. April 2019.

von Gertrud Wally 

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Bild: Karwochenseite des Wandkalenders mit tridentinischem Heortologium “Das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß” 2022, Franziska-Verlag