Von Redaktion
„Wer jede historische Persönlichkeit an heutigen Moralmaßstäben misst, wird am Ende nur noch leere Sockel und namenlose Preise verwalten.“ Mit diesen Worten kommentiert der kulturpolitische AfD-Fraktionssprecher Uwe von Wangenheim (MdL) die Dresdner Entscheidung, den Erich-Ponto-Preis umzubenennen und ergänzt:
„Der Akt zeigt, wie sehr sich Teile des Kulturbetriebs in eine endlose Spirale moralischer Selbstreinigung verrannt haben. Selbst die Recherchen des Theaters sprechen bei dem baden-württembergischen Staatsschauspieler und Bundesverdienstkreuzträger, nach dem in Stuttgart eine Straße benannt ist, von einer Anpassungsbiografie. Dennoch genügt sein Name auf Hitlers Gottbegnadeten-Liste und seine Mitwirkung in Filmen wie ‚Die Rothschilds‘ oder ‘Die Feuerzangenbowle’, um seinen Namen zu tilgen. Der Widerspruch ist offensichtlich: Als Ehrenmitglied bleibt Ponto dem Staatsschauspiel Dresden erhalten, als Namensgeber für einen Nachwuchspreis ist er plötzlich untragbar. Das ist keine historische Differenzierung, sondern Symbolpolitik. Kultur braucht Einordnung, nicht Auslöschung. Es ist beschämend, wie in unserem Land inzwischen mit Menschen umgegangen wird, die im NS-System überlebten, ohne als Kommunist im KZ gesessen zu haben.“
Beitragsbild / Symbolbild: Privat
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