Von Jan Ackermeier
Am 9. Dezember 1868 startete in London ein unscheinbar wirkendes Experiment, das zum Vorläufer der modernen Verkehrssteuerung werden sollte. An diesem Tag ließ man vor dem britischen Parlament am Westminster Palace eine der ersten Verkehrsampeln der Welt aufstellen. Die Anlage kombinierte mechanische Signalarme mit gasbetriebenen roten und grünen Lichtern, um den stark zunehmenden Verkehr aus Kutschen und Fußgängern zu ordnen. Doch die Technik erwies sich als gefährlich: Schon nach kurzer Zeit kam es zu einer Explosion der Gasbeleuchtung, bei der ein Polizist verletzt wurde, woraufhin die Ampel wieder entfernt wurde. Auch wenn dieses frühe Experiment scheiterte, zeigte es, wie dringend geordnete Verkehrsregelungen in den wachsenden Metropolen des 19. Jahrhunderts benötigt wurden. Jahrzehnte später knüpften Ingenieure an diese Idee an – mit sichereren Systemen und elektrischer Beleuchtung, aus denen die bis heute vertraute Verkehrsampel hervorging.Beitragsbild / Symbolbild: Eine der ältesten elektrischen Ampelanlagen im Cleveland der frühen 1920er Jahre. Urheber unbekannt.
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