Von Jan Ackermeier
Am 25. September 1956 wurde ein Meilenstein in der Geschichte der Kommunikation gesetzt: Das erste transatlantische Telefonkabel, kurz TAT-1, nahm seinen Betrieb auf. Es verband New York mit London und Ottawa – und verkürzte damit buchstäblich den Abstand zwischen Europa und Nordamerika. Bis dahin waren Telefongespräche über den Atlantik nur per Funk möglich. Die Gespräche waren teuer, unsicher und oft durch Rauschen gestört. Mit TAT-1 konnte man nun wesentlich stabiler und klarer telefonieren – allerdings nur über 36 Leitungen gleichzeitig. Aus heutiger Sicht wirkt das wenig, doch damals war es ein gewaltiger Schritt in eine neue Ära.
Tief in der Erde unter Wasser
Dieses Kabel, tief am Meeresboden verlegt, war Symbol für die wachsende Vernetzung der Welt. Es ermöglichte engeren wirtschaftlichen Austausch, erleichterte diplomatische Kontakte und brachte Familien auf beiden Seiten des Atlantiks ein Stück näher zusammen. TAT-1 war damit ein Vorläufer der modernen globalen Kommunikation, die wir heute mit Glasfaserkabeln und Satelliten fast grenzenlos nutzen. Heute führen unzählige Glasfaserkabel durch die Weltmeere – sie transportieren Nachrichten und Videos in Lichtgeschwindigkeit. Was 1956 mit 36 Telefonleitungen begann, ist heute Grundlage unserer digitalen Gesellschaft.
Beitragsbild / Symbolbild: Verteiler für das Azorenkabel der Deutsch-Atlantischen-Telegraphengesellschaft (DAT) von 1944, im Museum für Kommunikation in Frankfurt/Main. Urheber unbekannt.
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