Von Dario Herzog
In Freiburg-Mooswald sorgt ein geplantes Bauprojekt in der Rufacher Straße für hitzige Debatten. Offiziell ist von einem „Gemeindezentrum“ die Rede – doch Kritiker sprechen offen von einer möglichen Moschee. Der Vorwurf: Die Stadt informiere weder die Anwohner noch die Öffentlichkeit ausreichend, obwohl das Vorhaben weitreichende Folgen für das Quartier haben könnte.
Informationsdefizite und Kritik an der Stadt
Bisher wurde der Plan nicht in größerem Rahmen vorgestellt. Stattdessen tauchten in den vergangenen Wochen anonyme Infoblätter im Stadtteil auf, die erstmals Details bekannt machten. Viele Anwohner fühlen sich übergangen und kritisieren mangelnde Transparenz seitens der Stadtverwaltung. Die AfD-Ratsgruppe im Freiburger Gemeinderat hat deshalb Ende August eine umfassende Anfrage an Oberbürgermeister Martin Horn gestellt. Sie verlangt Aufklärung über den Planungsstand, die Trägerschaft des Projekts, die Finanzierung und die künftige Nutzung. Besonders heikel für die Stadt dürften Fragen nach der Herkunft der Gelder und einer möglichen Einflussnahme ausländischer Staaten oder islamischer Organisationen wie DITIB sein.
Sorgen im Stadtteil
Schon jetzt gibt es in unmittelbarer Nähe ein islamisches „Bildungszentrum“, in dem sich freitags mehrere Hundert Gläubige versammeln. Anwohner berichten von erheblichen Verkehrsproblemen und chaotischen Zuständen rund um das Freitagsgebet. In der Kritik stehen zugeparkte Straßen, blockierte Rettungswege und eine steigende Belastung der Nachbarschaft. Zudem werden Befürchtungen laut, dass ein weiterer großer Gebetsraum im Viertel den sozialen Zusammenhalt noch mehr belasten könnte. Manche sprechen von der Gefahr neuer Parallelstrukturen. Besonders sensibel ist dabei die Frage, wie sich ein solches Zentrum auf Jugendarbeit, Frauenrechte und die religiöse Ausrichtung der Gemeinde auswirken könnte.
Politisch brisante Fragen
Die AfD-Gemeinderatsgruppe fordert von der Stadt unter anderem klare Regeln für die Auswahl von Imamen, Transparenzberichte des Trägervereins, sowie die ausdrückliche Verpflichtung zu demokratischen Grundwerten, Gleichberechtigung und der Ablehnung extremistischer Strömungen. Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle: Kritiker befürchten, dass eine große Moschee ein Ort radikaler Predigten werden könnte. Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Architektur. Ob sich der Bau in das bestehende Stadtbild einfügt oder ein dominanter Neubau entsteht, ist bislang unklar. Auch zur Frage, ob ein Gebetsruf per Lautsprecher vorgesehen ist, gibt es noch keine Angaben, dafür Spekulation bei den Bürgern der Nachbarschaft.
Gesellschaftliche Dimension
Die Anfrage der AfD greift schließlich eine grundsätzliche Debatte auf: Soll Freiburg den Bau einer weiteren Moschee zulassen, während gleichzeitig viele Bürger Sorgen vor wachsendem Einfluss des politischen Islams äußern? Die Stadtspitze schweigt bislang weitgehend zu den Vorwürfen. Offizielle Stellungnahmen zur Planung, Finanzierung oder Trägerschaft des Projekts stehen noch aus. Damit bleibt die Unsicherheit im Stadtteil bestehen – und die Kritik am Vorgehen der Verwaltung wächst – und die wird an der Spitze der Kritiker eines solchen Bauvorhabens vor allem durch die AfD Freiburg getragen!
Beitragsbild / Symbolbild und Bild oben: Privat / Freiburger Standard
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